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Einkommenssteuerliche Behandlung des Erbbauberechtigten - Teil 2
Vom Urteil können nur Privatinvestoren profitieren, sobald ein Investor seinen Gewinn durch eine Bilanz ermittelt, muss dieser die geleistete Vorauszahlung weiterhin jährlich abgrenzen.
Davon unberührt bleibt die Regelung, nach dem die Grundstückseigentümer Vorauszahlungen auf die Erbbauzinsen steuerlich im Jahr des Entgeltes angeben oder sie auf maximal zehn Jahre oder die ggf.
geringere Restlaufzeit des Erbbauvertrages verteilen können.
Werden vom Erbbauberechtigten die Erschließungskosten fürs Grundstück übernommen, so kann er sie sofort und in voller Höhe als Werbungskosten gemäß § 11 EStG absetzen.
Wird das auf dem Erbbaurecht stehende Gebäude zu eigenen Wohnzwecken genutzt, so erfolgt eine Steuerbegünstigung über den § 10e EStG.
Die Bestimmung gilt auch für die Wohnung im eigenen Haus aufgrund Erbbaurechts oder für Wohnungserbbaurecht.
Das Gesetz unterscheidet zwischen den Anschaffungs- und Herstellungskosten fürs Gebäude und den Anschaffungskosten für Grund und Boden.
Bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten fürs Gebäude gilt das gleiche wie beim Grundstückseigentümer, soweit ein Gebäude oder ein Sondereigentum Eigentum des Erbbauberechtigten ist oder wird.
Bei einem unentgeltlichen Erwerb eines schon auf dem Erbbaurecht stehendes Gebäude können keine Anschaffungskosten im Sinne des § 10e (1) EStG abgesetzt werden.
Bei den Anschaffungskosten für Grund und Boden sind die Erbbauzinsen schon begrifflich keine Anschaffungskosten, vielmehr sind sie nur eine Gegenleistung für die Duldung der Grundstücksnutzung.

