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Fragen zu Prozessschritten - Teil 2
Die Frage ist jetzt, ob sich Bezüge zu den vorherigen Ergebnissen herstellen lassen bzw.
ob es Parallelen bei den Auswertungen innerhalb der einzelnen Branchen gibt? Vergleicht man die Auswertung der Risikoidentifikation nun mit der Auswertung bzgl.
des kontinuierlichen Risikomanagements, so stellt man fest, dass die prozentualen Anteile der Fondsanbieter und der Bauträger innerhalb der beiden Grafiken übereinstimmen.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten den Vorfall zu interpretieren.
Zum einen kann man es als „Zufall“ sehen und zum anderen kann man daraus schließen, dass aus der Sichtweise der beiden Branchen „kontinuierliches Risikomanagement“ ohne den Prozessschritt der „Risikoidentifikation“ nicht funktionieren kann! Bei den Projektentwicklern sieht es anders aus, denn ausnahmslos alle Probanden identifizieren die Risiken, obwohl sie nicht kontinuierlich Risikomanagement betreiben.
Dadurch wird auch die Annahme bestätigt, dass die „Risikoidentifikation“ eine Voraussetzung für das Risikomanagement ist, unabhängig davon, ob es kontinuierlich oder spontan praktiziert wird.
Die einzige Branche, die diese Annahme widerlegt, ist das Genossenschaftswesen.
Fragt sich nun, wie man das gewichten soll?! Ein Denkanstoß: „Was soll man denn als Risiko managen und wie soll man es umsetzen, wenn man vorher keine Risiken identifiziert bzw.
festgelegt hat? Kann das logisch gesehen überhaupt möglich sein?“ Betrachtet man die Abb.
25, so stellt man fest, dass die Ergebnisse zum Thema „Risikokataloge“ und „Risikokategorien“ sehr ähnlich ausfallen.
Hält man sich mal vor Augen, dass im „Risikokatalog“ zuerst die „Risikokategorien“ aufgeführt werden, darunter dann wiederum die „Subkategorien“ mit den zugehörigen Beispielrisiken definiert werden können, so versteht man auch den Zusammenhang.
Sprich fast alle Probanden der Untersuchung, die über einen „Risikokatalog“ verfügen, bilden „Risikokategorien“.

